Reinigung des Ishmi Flusses in Albanien

Liebe OASA-Freunde und Unterstützer,

erstmalig führt OASA als Diasporaorganisation ein Projekt in Zusammenarbeit mit OAA (Organic Agriculture Association) in Albanien durch, im Rahmen des gemeinsamen Programms der CIM (Centrum für internationale Migration und Entwicklung) und GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit), zur Unterstützung des entwicklungspolitischen Engagements vor Ort. Nähere Informationen zum Projekt finden Sie hier auf Deutsch oder weiter unten auf English. Über eine kleine Unterstützung würden wir uns sehr freuen! Das Teilen dieses Aufrufs ist erwünscht!

[DEUTSCH] – for English see language selection
Helfen Sie uns mit einer Spende, das am stärksten verschmutzte Flussbecken Albaniens zu reinigen und damit die Gesundheit von 1/3 der Bevölkerung des Landes zu sichern. Wir werden den Fluss nicht nur mit innovativen Methoden von der gegenwärtigen Verschmutzung befreien, sondern auch die Bevölkerung sensibilisieren und aufklären.

Eine Spendenaktion wurde auf Betterplace eingerichtet, wo Sie mit einer kleinen Spende uns unterstützen können:
URL: https://www.betterplace.org/de/projects/83280?utm_campaign=user_share&utm_medium=ppp_stats&utm_source=Link

Problematik:
30% der Albaner leben im Flusseinzugsgebiet des Ishmi, dem am stärksten verschmutzten Flussbeckens des Landes, in dem sich auch die Hauptstadt Tirana befindet. Hochgiftige Substanzen und Schwermetalle überschreiten die gesetzlichen EU-Grenzwerte um ein Vielfaches (z.B. 102-fach mehr Cadmium, 87-fach mehr Ammonium) und gefährden die Gesundheit der Anwohner und Ökosysteme. Die Flüsse sind besonders verschmutzt durch 1) Reinigungsmittel, 2) Fäkalien und 3) feste Abfälle. Es gibt keine Wasseraufbereitungsanlagen, und große Mengen fester Abfälle werden in die Unterflüsse – und schließlich in die Adria – eingeleitet. Auch wenn die komplette Flusssäuberung viele Jahre dauern kann, lässt sich die Wasserqualität relativ schnell und mit überschaubaren Investitionen, insbesondere in so genannten „Nudges“ und in angelegten Feuchtgebieten, durch Wissenstransfer und die „Ernte niedrig hängender Früchte“ verbessern.

Übergeordnetes Ziel ist es, die Verschmutzung der Ishmi-Flüsse deutlich zu reduzieren, um die Gesundheit und die Lebensbedingungen der Menschen und den Schutz der Ökosysteme im Flusseinzugsgebiet zu verbessern.
Zu diesem Zweck sollen die folgenden Teilziele erreicht werden:
1. Flussreinigungsmultiplikatoren werden darin geschult, den Waschmittelverbrauch deutlich zu reduzieren und nachhaltigere Waschmittelalternativen einzusetzen und diese zunächst in ihren eigenen Haushalten und Umgebungen zu erproben und dann in ihren Bezirken zu verbreiten.
2. Ein relevanter Anteil der Hotels und Testfamilien entlang der Ishmi-Flüsse wird sich der Abwasserbelastung im Flusseinzugsgebiet bewusst, reduziert den Waschmittelverbrauch deutlich oder verwendet lokal angepasste Waschmittelalternativen, die deutlich gesundheits- und umweltfreundlicher sind (und damit die Abwasserbelastung mit Phosphaten und Ammonium reduzieren).
3. Die wichtigsten lokalen Regierungen im Flusseinzugsgebiet des Ishmi und die Landwirtschaftsuniversität Tirana verfügen über Anwendungs- und Finanzierungskenntnisse für den Bau von dezentralisierten Pflanzenkläranlagen und stehen in Kontakt mit Partnern für die Umsetzung der nächsten Schritte.

Dieses vom Umweltingenieur Lulzim Baumann über die OASA eingereichte Projekt wurde von der GIZ/CIM im Rahmen ihres Angebots zur Unterstützung des entwicklungspolitischen Engagements von Diaspora-Organisationen mit einem Betrag von 43.568,80 EUR bewilligt. Der 10 %-ige Eigenanteil der OASA e.V. wird von der Heidehof-Stiftung mit 4.356,00 EUR unterstützt. Um die Projektziele während der achtmonatigen Projektlaufzeit (07/2020 bis 02/2021) vollständig und wunschgemäß umsetzen zu können, werden noch weitere 2.075 EUR benötigt, damit das Projekt wie gewünscht und geplant umgesetzt werden kann. Deshalb werden wir im Kreis der Freunde und Förderer der OASA eine kleine Spendenaktion starten, in der Hoffnung, diese Summe durch Freunde und Förderer der OASA e.V. zu sichern und die Menschen für das Thema zu sensibilisieren. Ich lade Sie alle ein, der Facebook-Seite Enforce – Engineers for Cooperation and Environment (URL: https://www.facebook.com/enforcesustainability.org/) zu folgen, die das Projekt für uns vor Ort begleiten wird und von Herrn Lulzim Baumann betreut wird. Wir erhoffen uns, dass aus diesem Projekt eine gemeinnützige Organisation hervorgeht und die Arbeit auf freiwilliger Basis weitergeführt wird.

Informationen zum Programm: Diasporaorganisationen als Brückenbauer und Wissensvermittler
https://www.cimonline.de/…/html/migrantenorganisationen.html

Bei Fragen kontaktieren Sie uns bitte unter info@oasa.berlin